„der Plan“ ...
... für ein ganz wunderbares, ein metzingen-spezifisch geordnetes Chaos:

 
  Die Göhrde ist ein (Nadel-) Öhr
Hier muss der Castorzug auf jeden Fall durch - da gibt es keine Ausweichmöglichkeit. Das hügelige, unüberschaubare  Waldgelände der Göhrde bietet viele Möglichkeiten, direkt in das Transportgeschehen einzugreifen. Hier haben wir die Möglichkeit, den Castor zu stoppen und sein Weiterfahren unmöglich zu machen. Und wir tun das mit einem verdammt guten Gewissen:

   Konsens - von wegen!
Die Politik feiert ihren „Atomausstieg“ und hofft, ein unbequemes Thema los zu sein. 8 AKWs sind vom Netz - gebongt! Die Freude darüber vernebelt aber nicht unseren klaren Blick: Nein -  eine logische Konsequenz aus den Ereignissen in Fukushima  oder gar ein grundlegender Wandel der Energiepolitik ist dieser „Atomausstieg“ nicht!

Wir haben genug von dem Ausstiegsgerede bei gleichzeitigem Weiterso in der Atompolitik. Und es macht uns wütend, wenn trotz vieler wissenschaftlicher Zweifel an der Sicherheit des Endlagerstandorts Gorleben daran festgehalten wird. Das Endlager in Gorleben wird im Eiltempo ausgebaut, und der geplante Castortransport schafft weitere Fakten. Nicht mit uns!

Ja: diesen atomaren Weiterbetrieb werden wir stören - vielfältig, entschlossen und wirksam. Deshalb werden wir  auch diesmal  wieder zum Zug kommen, wenn der Castor nach Gorleben rollt. Und wir haben einen Plan: mit unserem  metzingen-spezifisch geordneten Chaos wollen wir den Castorzug ausbremsen, zum Stoppen bringen oder gar zur Umkehr bewegen. Hier kommt er nicht durch.
 

    Ende im Gelände  

Mit vielen Menschen wollen wir los und an einer wilden widerStands-Mischung stricken - organisiert, aber flexibel und mit viel Raum für eigene Ideen. Losgehpunkte, Versorgungs- und Sammelorte nahe der Strecke sollen dafür sorgen, dass niemand verlorengeht und Leute sich immer wieder sammeln und gemeinsam losgehen können. Und das ist schon der ganze „Plan“:

*  Große und kleine Gruppen machen sich gemeinsam auf den Weg.

*  Sie werden unterschiedliches tun - entsprechend den eigenen Vorlieben und Ängsten - manchmal einen Schritt mehr - und am besten zusammen mit anderen, die ähnlich drauf sind.

*  Wir werden die Lücken suchen, finden und nutzen.

*  Wir lassen uns nicht aufhalten, das zu tun, was wir für notwendig und legitim erachten. Widerstand ist legitim, auch wenn das ein oder andere davon nicht legal ist.

*  Wir wollen ein Stück weit unberechenbar sein und bleiben.

*  In einem flexiblen Miteinander und Nebeneinander werden alle aufeinander achten, sich unterstützen und  nicht gegenseitig behindern.

Viele Aktionsformen sind möglich, an unterschiedlichen Stellen sinnvoll und wirksam -   das hat die Vergangenheit gezeigt: von Sitzen, Tanzen, Netze knüpfen, Barrikaden bauen, Schrauben, Sägen, Schottern, Hebeln, Hängen, Anketten war alles schon dabei.

Einiges ist für alle und spontan machbar. Für anderes braucht mensch Material, das schon vorher besorgt werden muss. Wieder anderes bedarf sorgfältiger Vorbereitung und Übung im Vorfeld. Nutzt die Zeit!

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Vielleicht findet ihr diesen "Plan" gut. Vielleicht wollt ihr dazu beitragen, dass er gelingt. Das hoffen wir jedenfalls. Denn je mehr sich daran beteiligen, umso größer wird die Chance, dass wir dem Transport tatsächlich ein "Ende im Gelände" verschaffen. Also: helft mit, diese Idee zu verbreiten.

Zu diesem "Plan" gibt es einen Falter. Den könnt ihr euch [hier] ansehen. Wenn ihr welche davon in eurem Umfeld verteilen wollt, dann schicken wir euch gerne einen Packen davon zu. Schreibt uns: trotzalledem@gmx.net